Vögel fotografieren ist einfach
Ein goldener Oktobertag und der schon lange geplante Wildparkbesuch versprachen eine Fülle toller Fotos. Seit meinen Kindertagen bin ich Tierfreund und hier haben es mir besonders die Greifvögel angetan. Noch heute kann ich fast jeden heimischen Vogel am Himmel bestimmen.
Besonders auf die Flugshow der Greifvögel hatte ich mich deshalb gefreut und mir schon im Vorfeld die Ergebnisse ausgemalt, die ich nach dem Ausflug auf meinem Rechner begutachten werden würde. Denn Vögel in Gefangenschaft zu fotografieren kann ja nicht so schwer sein. Denkste!
Dass dies nicht ganz so einfach werden würde, merkte ich dann ziemlich schnell. Ruhige Tiere über den Zaun zu fotografieren war nämlich nicht die Kunst, einen Rotmilan mit einem aufgeschnallten „70-300“ im Tiefflug einzufangen schon.
Die Motivsuche durch den Sucher, der überforderte Autofokus sowie die scheinbar immer unpassende Brennweite frustrierten mich so sehr, dass ich kurz davor war, meine Kamera wieder einzupacken. Der ernüchternde Blick in die Vorschau gab mir dann fast den Rest. Doch irgendwie packte mich dann noch der Ehrgeiz und ich wechselte auf JPG und schoss was das Zeug hielt aus der Hüfte, zog die Kamera bei 70 mm nach und stellte sogar auf den automatischen Sportmodus um, denn was soll’s… besser ein tolles Bild in der Automatik geschossen, als gar keines. Ich hatte ja nur wenige Minuten Zeit und so musste es die Quantität richten.
Normalerweise bin ich kein Freund von „Draufhalten! Eins wird schon“. Ich drücke sonst fast nur noch ab, wenn alles passt. Doch hier war meine Routine nicht angebracht. Einen von acht pfeilschnellen Wanderfalken, die über unsere Köpfe schossen, in der Flugschau grazil einzufangen wurde zur Chefsache erkoren. Und, was soll ich sagen, zum Schluss sind doch eine große Anzahl von guten Schnellschüssen bei rumgekommen. Die ersten bearbeiteten Vogelfotos möchte ich hier zeigen.




2011-10-10 15:37


Einen Kommentar schreiben